Herkunftssprachlicher Unterricht
Was ist Herkunftssprachlicher Unterricht (HSU)?
Der Herkunftssprachliche Unterricht (HSU) ist ein schulisches Angebot für mehrsprachig aufwachsende Kinder und Jugendliche. Er ergänzt den Deutsch- und Fremdsprachenunterricht und fördert gezielt die Familiensprache. Ziel ist es, Mehrsprachigkeit zu stärken und Kinder in ihrer sprachlichen und kulturellen Vielfalt zu unterstützen. HSU berücksichtigt, dass Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft Mehrfachzugehörigkeiten entwickeln und nicht nur einer einzelnen Kultur zugeordnet werden können.
Wie ist HSU organisiert?
Das HSU-Angebot wird dezentral organisiert, nach Bedarf eingerichtet und teilweise schulübergreifend durchgeführt. Der HSU wird zusätzlich zum regulären Unterricht angeboten. Das Angebot und die Sprachen können je nach Schule, Region und Schuljahr variieren. Die Anmeldung erfolgt in der Regel über die Schule oder die zuständigen Lehrkräfte.
Warum ist HSU pädagogisch sinnvoll?
Zahlreiche Studien zeigen, dass die Förderung der Herkunftssprache den allgemeinen Spracherwerb unterstützt, positive Effekte auf das Lernen weiterer Sprachen hat und das Selbstbewusstsein und die Identitätsentwicklung von Kindern stärkt. Eine gut entwickelte Erstsprache kann den Erwerb der deutschen Sprache positiv beeinflussen.
Wie finde ich HSU-Schulen?
Wie finde ich heraus, ob HSU an der Schule meines Kindes angeboten wird?
- Viele Schulämter veröffentlichen Listen von Schulen mit HSU-Angeboten nach Sprache. Fragen Sie beim Schulamt Ihres Kreises / Ihrer Stadt nach solchen Listen.
- In einigen Städten werden HSU-Sprachen und Standorte direkt über kommunale Übersichtsseiten veröffentlicht.
- Alternativ können Sie direkt bei der Schule Ihres Kindes oder beim Sekretariat nachfragen.
Zentrale Informationen ↗ zum HSU stellt das Ministerium für Schule und Bildung NRW bereit.








