BRÜCKE DER GENERATIONEN

Ansprechpartnerin
Marina Skoryukova, Projektleitung

BRÜCKE DER GENERATIONEN

Miteinander leben, voneinander lernen, zueinander stehen

Inhalt

Inhalte des Projektes sind unter anderem die Bildung einer Projektgruppe aus 12 – 18 Teilnehmern ab einem Alter von 60 Jahren, eine Fotogeschichtsausstellung zum Thema „Alte und neue Heimat“ in Kooperation mit einer Schule, erlebnisorientierte Angebote wie z.B. Musik- und Tanzabende und die Einrichtung eines „Erzählcafé der Generationen“. Denkbar sind auch interkulturelle Leseabende.

Entstehung

Das Projekt „Brücke der Generationen“ wurde vom Elternnetzwerk NRW gemeinsam mit dem Verein Hürther Brücke der Kulturen e.V. und der städtischen Integrationsbeauftragten entwickelt.

Ziel

 Ziel ist die Anerkennung der Lebensleistung älterer Migrant/-innen, sowie die Aktivierung ihrer Potentiale und Ressourcen für die Integration von Neuzuwanderer/-innen.

Ein weiteres Ziel des Projektes ist die Übernahme von Patenschaften durch die Projektgruppe im Rahmen der Flüchtlingshilfe.

Über 70 % sind unter 30 Jahre alt, männlich und allein unterwegs bzw. unbegleitete Minderjährige. Speziell diese Jugendlichen sollen durch Paten sozialen Halt und Unterstützung erfahren. Hierzu wird die Projektgruppe eng mit dem Jugendamt kooperieren.

Teilnehmer*innen

An der Projektgruppe sollen 12 – 18 Teilnehmer*innen ab einem Alter von 60 Jahren teilnehmen.


Ansprechpartner*innen

Geleitet wird das Projekt von einer monatlich tagenden Steuerungsgruppe aus Elternnetzwerk, Vereinsvorstand und Integrationsbeauftragter.

Berichte

Theaterbesuch der Projektgruppe

11 Mitglieder der Projektgruppe „Brücke der Generationen“ folgten am 05. Oktober 2017 der Einladung der Bürgerhausleiterin der Stadt Hürth, Frau Rasmussen und sahen sich gemeinsam eine Aufführung im städtischem Kultur- und Tagungszentrum Hürth an.

Das Interesse an dem Theaterstück „Am Horizont“ war groß. Auch Ehegatten und Kinder waren als Begleitung herzlich eingeladen, sich das Schauspiel von Petra Wüllenweber anzuschauen.

Der Besuch im Bürgerhaus war für einige Teilnehmer*innen ihre erste Begegnung mit dem Theater in Deutschland. Freude und leichte Aufregung herrschte in der Gruppe.

Das Stück handelte von einer Beziehung zwischen dem Enkel und seinem Opa, der von Tag zu Tag komischer und unselbständiger wurde. Ein ergreifendes Schauspiel ließ die Besucher die Phasen der Alzheimerkrankheit bei Opa Johan miterleben. Anschließend fand ein Gespräch mit der Regisseurin und den Schauspieler*innen zum Thema Demenz statt. Die Mitglieder der Projektgruppe nahmen daran aktiv teil und stellten Ihre Fragen an die Regisseurin. 

Beim Verlassen des Bürgerhauses nutzten sie die Gelegenheit Frau Rasmussen persönlich zu danken. Am nächsten Tag wurden bereits Programme geblättert und diskutiert, welche Aufführung als nächstes besucht wird.

Teilnahme am Familienfest des Stadtsportverbandes Stadt Hürth

Bereits zum 12. Mal veranstaltete der Stadtsportverband Hürth gemeinsam mit der Stadt ein großes Familienfest im Bürgerpark.
Die Projektgruppe „Brücke der Generationen“ hatte einen gemeinsamen Stand mit dem Verein „Hürther Brücke der Kulturen e.V.“, der Ehrenamtsinitiative „Buntes Hürth“ und dem Integrationsrat der Stadt Hürth. Von der Projektgruppe wurde eine kleine Ausstellung mit traditionellen Gegenständen aus ihren Herkunftsländern präsentiert und ein Workshop „Blumenkronen selbst machen!“ angeboten.

Das Fest war trotz des wechselhaften Wetters ein voller Erfolg und am Stand schauten viele Besucher vorbei. Es haben viele spannende Gespräche mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern stattgefunden. Der Workshop von der Projektgruppe wurde von den Besuchern sehr gut angenommen. Jung und Alt saßen Hand in Hand und fertigten wunderschönen Haarschmuck aus frischen Blumen.

Der Auftritt von der Projektgruppe auf der Bühne war eine große Aufregung für die Teilnehmer*innen und eine schöne Darstellung für die Zuschauer. Die Teilnehmer*innen sangen 3 Lieder auf drei Sprachen (Ukrainisch, Russisch und Deutsch) vor und führten eine kleine Modenschau von selbsthergestellten Schals auf, die auch Tanzelementen beinhaltete.
Auch der Bürgermeister der Stadt Hürth, Herr Breuer, besuchte den Stand „Integration in Hürth“. Am Tisch der Projektgruppe „Brücke der Generationen“ blieb er eine Weile sitzen. Das städtische Oberhaupt probierte eine Kasachische Kopfbedeckung an, kostete Kirgisischen Tee und russisches Gebäck. Fröhlich und ausgelassen gestaltete sich das Gespräch zwischen dem Bürgermeister und der Projektgruppe.

Ihre Premiere in der Organisation von Veranstaltungen hat die Projektgruppe „Brücke der Generationen“ somit erfolgreich gemeistert.

Fit für den Computer!

Es ist bereits zu einer festen Aktivität geworden: Einmal im Monat trifft sich die Projektgruppe „Brücke der Generationen“ zum niederschwelligen PC/Smartphone-Kurs. Auch am 27. Juli brachten 12 Teilnehmer*innen ihre Laptops und Smartphones mit in den Begegnungsraum des Projektbüros, um sich fit für deren Nutzung zu machen.

Es ist ein großer Wille zum Lernen da. Die älteren Migrant*innen möchten mit dem PC und Smartphone frei umgehen können. Die Teilnehmer*innen bereiteten viele Frage vor, die bei der täglichen Nutzung von elektronischen Geräten aufgekommen sind. Es wurde gemeinsam nach Lösungen gesucht und unter Begleitung etwas Neues ausprobiert. Auch die bereits gelernten Handlungen wurden auf Nachfrage noch einmal wiederholt. Das Wiederholen ist wichtig, damit sich einfache Operationen zur Routine entwickeln. Die Teilnehmer*innen haben einige Hemmungen und Ängste im Umgang mit Laptops und Handys. Die Ängste, das Gerät kaputt zu machen oder etwas ausversehen zu löschen sollen, durch Übungen und Erläuterung in einfache Sprache, genommen werden. Während des Kurses teilen die Mitglieder der Gruppe ihre Erfahrungen mit anderen und verkünden kleine Erfolge. Die gegenseitige Unterstützung bekräftigt und ermutigt die älteren Migrant*innen die neuen Medien mit Spaß zu nutzen.
 
Außerdem gab es ein Grund zum Feiern, da eine Teilnehmerin am Tag davor Geburtstag hatte und eine Torte für die Gruppe mitbrachte. Eine Grußkarte mit vielen Glückwünschen, leckere Torte und ein „Geburtstagslied“ auf 5 Sprachen  - eine sehr schöne Geste der ganzen Projektgruppe!

Veranstaltung: Treffen der Projektgruppe. Ausflug nach Bonn

Am heißen Donnerstag, den 06. Juli 2017 haben sich 12 Teilnehmerinnen der Projektgruppe „Brücke der Generationen“ in die benachbarte Stadt Bonn aufgemacht. Bereits auf dem Weg in die ehemalige Hauptstadt Deutschlands gab es etwas Neues zu entdecken. Den einzigen Bahnhof in Hürth „Kalscheuren“, der Startpunkt des Ausfluges, zum Beispiel. Diesen betraten fast alle zum ersten Mal. Auch nur wenige wussten, dass neben dem sogenannten „Insel-Bahnhof“ die Fernsehstudios NOBEO liegen, wo „Wer wird Millionär?“, “Stern TV“ und andere Sendungen gedreht werden.

Nach einer kurzen und angenehmen Fahrt in dem Regional Express, die auch ein Erlebnis für die Teilnehmerinnen war, kam die Gruppe in der Bonner Innenstadt an. Durch die Stadt wurde die Gruppe von einer der Teilnehmerinnen geführt. Mit ihre Erfahrungen als Reisegruppenführerin war es sehr spannend, die Stadt zu erkunden. Die Projektgruppe schaute sich den Münsterplatz mit dem Beethoven-Denkmal, den Hofgarten und das Poppelsdorfer Schloss, das Clemens August als Sommerresidenz diente und das Beethovenhaus an. Das alte Rathaus aus dem 18. Jahrhundert mit der weltbekannten Treppe und dem Marktplatz, beeindruckte die Teilnehmer*innen. Die Projektgruppenmitglieder haben in die Namen-Jesu-Kirche reingeschaut, die mit ihre unkonventionelle Baukunst und interaktiven Angeboten überraschte.

Eine Ruhepause wurde in der Gartenanlage der Rheinischen Friedrichs-Wilhelms-Universität Bonn, ehemalige Kurfürstliche Residenz, eingelegt.

An heißen Tagen wie bei dem Ausflug bietet der Botanische Garten der Universität eine spannende Reise in das Pflanzenreich und einen kühlen Ruckzugsort. Dieser Garten gehört zu den ältesten und mit 11000 verschiedenen Arten artenreichsten Gärtner Deutschlands.

Um einen erlebnisvollen Tag ausklingeln zu lassen, machte die Truppe eine Mittagspause in einem der berühmtesten Cafés in Bonn. 

Die Projektgruppe "Brücke der Generationen" begrüßt den Frühling in der Kölner Flora!

Bereits im Winter entstand die Idee, gemeinsam den Frühling in seiner ganzen Schönheit zu erleben. Am 13. April war es dann soweit. Die Projektgruppe „Brücke der Generationen“ verschlug es in den botanischen Garten „Flora“ in Köln. Als grüne Oase mitten in der Großstadt bietet die Flora den perfekten Ort, um sich vom Winter zu verabschieden und das Frühlingserwachen der Pflanzen zu bestaunen. Die hübsch gestaltete Parkanlage mit 10.000 Pflanzenarten aus vielen Regionen der Welt hat alle Teilnehmer*innen nachhaltig sehr beeindruckt.

Zunächst trafen sich die elf Mitglieder der Projektgruppe (2 Männer und 9 Frauen) in Hürth und fuhren dann gemeinsam mit der Bahn nach Köln-Riehl. Bereits am Eingangstor waren alle hellauf begeistert, sodass bereits hinter dem Eingangstor viele Fotos geschossen wurden und die Vorfreude auf die geplante Tour stieg. Die Projektleiterin hatte viele wissenswerte Informationen über die Geschichte der Flora, aber auch über die einzelnen Pflanzenarten vorbereitet. Die Teilnehmer*innen hatten eine Menge Spaß beim Zuhören, da die meisten das erste Mal dort waren. Besonders das Suchen von Pflanzen aus ihrer Heimat bereitete ihnen viel Freude. So konnten sich die Teilnehmer*innen der russischen, iranischen, syrischen und deutschen Kulturen über Themen wie Heimat, Natur und traditionelle Küche austauschen.

Neben der ersten Palmenallee Deutschlands wurde ein umweltbewusstes Picknick gemacht. Viele haben dazu Selbstgebackenes mitgebracht. Zum Aufwärmen gab es außerdem heißen Tee. Fasziniert von der Blütenpracht und dem Reichtum an exotischen Pflanzen haben alle eine Menge Bilder für das private Fotoalbum gemacht.

Die Gruppe freut sich schon sehr auf den nächsten Ausflug.

Die Projektgruppe macht Stimmung!

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März fand das interkulturelle Frauenfrühstück im Hürther Bürgerhaus statt. Die Frauen unserer Projektgruppe folgten der Einladung der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Hürth Frau Kuhn-Wolpert und feierten ausgelassen mit Frauen aus alle Welt zusammen.

Das Frühstück wurde von Hürther Vereinen und Kirchen mitorganisiert. Auch der Stellvertreter des Bürgermeisters von Hürth, Herr Prinz und der stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirats Hürth, Herr Undorf, haben an der Veranstaltung teilgenommen und allen Anwesenden zum Weltfrauentag gratuliert. Buntes Buffet mit Spezialitäten aus vielen Ländern, sowie eine herzliche Atmosphäre luden zum Feiern und Genießen ein.

Nach einer kurzen Projektvorstellung stimmten unsere Frauen berühmte russische Lieder an und lockerten damit die Atmosphäre im Raum ordentlich auf. Das Lächeln und die gute Laune verbreiteten sich blitzschnell. Auch andere Frauen fingen an mitzusingen, zu klatschen und sogar zu tanzen.

Zwischen Gesprächen und Leckereien wurde ein Lied nach dem anderen gesungen, und die Stimmung wurde immer ausgelassener. Die Frauen unterschiedliche Herkunftsländer tauschten sich rege aus, lernten die Angebote für Frauen in Hürth kennen und zeigten großes Interesse an unseres Projekt „Brücke der Generationen“. Jede Dame hat als Kompliment eine Rose geschenkt bekommen.

Die eigene Stadt aufs Neue kennenlernen? Gerne!

Unser erster Spaziergang führte uns durch die Stadtmitte von Hürth bis hin zum Burgpark. Bevor es mit der Erkundungstour durch Hürth losgehen konnte, gab es eine kurze Einweisung und die Vorstellung der geplanten Route. Leicht aufgeregt und mit Stadtplan in der Hand brach die Gruppe dann zur Tour auf.

Obwohl der Großteil der Projektgruppe schon lange Zeit in Hürth lebt und sich daher in der Stadt gut auskennt, konnten die Teilnehmer*innen viele neue Entdeckungen machen und viel Neues über ihren Wohnort erfahren. Es waren zum Beispiel alle Teilnehmer*innen überrascht, dass ein Teil des Jakobsweges durch Hürth verläuft, oder dass das Stadtzentrum erst Mitte der 60er Jahre erbaut wurde. Die Gruppe nahm die Informationen über die Sehenswürdigkeiten mit großem Interesse und Begeisterung auf. Immer wieder gab es Nachfragen, aber auch Ergänzungen durch persönliche Geschichten und lustige Anekdoten.

Es war sehr interessant, wie einige gesellschaftspolitische Themen im Laufe der Führung angesprochen wurden. Dies zeigt, dass diese Themen anhand von konkreten Beispielen, wie zum Beispiel dem Braunkohleanbau in Hürth oder der Pflege von Denkmälern und Grünanlagen von Migrant*innen aktiv und vielseitig behandelt werden können. Das bietet eine gute Basis für die Entwicklung und Stärkung der aktiven bürgerlichen Position.

Die Anhaltspunkte und das gemütliche Tempo des Spaziergangs boten den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, sich auszutauschen. Sie teilten ihre Erlebnisse und Erfahrungen mit der Gruppe und empfahlen sich gegenseitig schöne Orte, die man in Hürth besuchen sollte. Am Ende bedankte sich die Gruppe für den gelungenen Ausflug. Laut Rückmeldungen habe es allen besonders gefallen, dass die Informationen sehr lebendig und zugleich gut verständlich vermittelt wurden. In Vorfreude auf die kommenden Treffen überlegt die Projektgruppe bereits, wo es bei der nächsten Tour hingehen könnte.

Das Projekt „Brücke der Generationen“ geht voran!

Das erste Kennenlerntreffen der Projektgruppe fand am 19. Januar in den Räumlichkeiten des Hürther Brücke der Kulturen (HBK e.V.) in Hürth statt. Dazu wurden die Interessenten im Rahmen verschiedener Infoveranstaltungen und durch Aushänge an vielen Treffpunkten eingeladen. Die Runde bestand aus 10 Personen, 8 Frauen und 2 Männer im Alter zwischen 60 und 70 Jahren. Sie alle stammen aus Staaten der ehemaligen Sowjetunion und leben seit ca. 20 Jahren in Deutschland. Trotz der ähnlichen Herkunft konnten bei dem Treffen zahlreiche neue Bekanntschaften geschlossen werden. Auch über Teilnehmer*innen aus anderen Länder würde sich die Gruppe sehr freuen.

Da die Teilnehmer*innen starkes Interesse an der Arbeit der Kooperationspartner hatten, stellten die Projektleiterin Marina Skoryukova das Projekt und die Vorstandvorsitzende Elena Letezki die Vereinsarbeit vor. Bei Kaffee und Kuchen herrschte von Anfang an eine sehr herzliche Atmosphäre. Die Teilnehmer*innen tauschten sich untereinander aus, halfen sich gegenseitig beim Ausfüllen des Fragebogens und lachten sehr viel miteinander.

Bei der Planung zukünftiger Aktivitäten der Projektgruppe wurde die Stimmung zunehmend ausgelassener. Alle Teilnehmer*innen meldeten sich zu Wort und konnten ihre Wünsche in die Diskussion einbringen. Dabei kamen eine Menge unterschiedlicher Ideen zustande, die von allen mit großer Begeisterung aufgenommen wurden: z.B. die Stadt Hürth näher kennenlernen, zusammen singen, Sport machen, Internet erkundigen – um nur einige Vorschläge für gemeinsame Aktivitäten zu nennen.

Insgesamt ist das Treffen sehr erfolgreich verlaufen. Die Gruppe hatte sehr viel Spaß. Zudem bekundeten alle Teilnehmer*innen großes Interesse an der Mitgestaltung des Projektes und zeigten allerhand Eigeninitiative. Unser erstes Etappenziel haben wir somit erreicht.

Wir freuen uns schon auf das nächste Treffen!

Informationsveranstaltung

Am 21. November 2016 fand die erste Informationsveranstaltung für die Zielgruppen im Rahmen des Projektes „Brücke der Generationen“ statt.

Migrant*innen der ersten Generation, die Hauptakteure und Mitgestalter des Projektes, wurden in ihren Herkunftssprachen durch Ehrenamtler des Vereins Hürther Brücke der Kulturen eingeladen. Eine Woche zuvor wurde das Projekt bei dem Begegnungsfest des Integrationsrates Stadt Hürth vorgestellt. Alle Interessent*innen erhielten eine Einladung.

Die Infoveranstaltung sollte unter anderem eine erste Annäherung für Menschen mit Migrationshintergrund aus unterschiedlichen Communitys sein. Die Migrant*innen der ersten Generation werden demnächst eine Projektgruppe bilden und das Projekt aktiv mitgestalten.

Das Kennenlernen untereinander und mit dem Projekt, fand in einer ungezwungenen Atmosphäre statt. Es entstanden viele nette Gespräche über Kultur, Sprache, das Leben in Hürth und Migrationsgeschichten. Dank eines leckeren internationalen Buffets und regem Austausch, ist der Abend sehr bunt und interessant geworden. Durch spannende Gespräche haben die Teilnehmer viele Gemeinsamkeiten entdeckten und auch einiges Neues erfahren.

Auch Fraktionsvertreter und der Vorsitzende des Integrationsrates kamen vorbei, um das Projekt näher kennen zu lernen und die Gäste zu begrüßen. An einem Infostand mit Flyern und Broschüren, konnten sich alle Interessenten über die Projekte und das Elternnetzwerk NRW informieren.

Projektaufruf

Am 3. Oktober 2016 erfolgte der offizielle Startschuss des Projektes „Brücke der Generationen“. Die Projekteröffnung fand im Rahmen des „Tag der offenen Tür“ des Vereins Hürther Brücke der Kulturen e.V. statt.

Der Startschuss erfolgte durch Herrn Günter Reiners, 2. Stellvertretender Bürgermeister der Stadt Hürth. Im Namen des Bürgermeisters begrüßte er das Vorhaben und rief alle Hürther Bürger auf, das Projekt aktiv zu unterstützen. Im Anschluss sprachen Frau Luisa Rohden, Vorstandsmitglied des Elternnetzwerks NRW und Frau Elena Letezki, Vorsitzende des Vereins Hürther Brücke der Kulturen. Alle Beteiligten freuen sich auf die Zusammenarbeit und sind vom Erfolg des Projekts überzeugt.

Grundlage des Projekts ist die Situation vor Ort. Hürth ist eine lebendige und kulturell vielfältige Stadt. Ca. 25% ihrer Einwohner/innen haben eine Zuwanderungsgeschichte, ca. 12% dieser Gruppe sind älter als 65 Jahre. Die meisten dieser sogenannten ersten Generation von Migrant/-innen leben bis heute beruflich und privat weitgehend zurückgezogen von der deutschen Gesellschaft.

Dies möchte das Projekt ändern. Der soziale Kontakt und die Begegnung der Bürger/-innen sollen gefördert werden, ältere Migrant/-innen erhalten ein Forum, um ihre Erfahrungen auszutauschen und ihr Wissen an Neuzuwanderer/-innen weitergeben. Auf diese Weise wird das Potenzial der älteren Migranten/-innen zum Nutzen aller zur Geltung gebracht.

Entwickelt wurde das Projekt vom „Elternnetzwerk NRW – Integration miteinander e.V.“ in Zusammenarbeit mit dem Verein „Hürther Brücke der Kulturen e.V.“ und der Integrationsbeauftragten der Stadt Hürth, Frau Meurer. Gefördert wird es vom Bundesministerium des Innern. Ziel ist die Anerkennung und Wertschätzung der Lebensleistungen älterer Migrant/-innen.

Im Anschluss an die Reden wurden die ca. 100 anwesenden Gäste durch ein attraktives Bühnenprogramm und ein tolles Buffet mit internationalen Spezialitäten verwöhnt. Außerdem konnten sich alle Interessierten an einem Infostand über das Projekt und das Elternnetzwerk NRW informieren.

Projektvorstellung

Am 14.09.2016 nahmen Herr Peter Ivankovic, Geschäftsführer des Elternnetzwerks NRW, Frau Marina Skoryukova, Leiterin des Projektes „Brücke der Generationen“ und Frau Elena Letezki, Vorstandsvorsitzende des Vereins Hürther Brücke der Kulturen, an der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Inklusion der Stadtverwaltung Hürth teil.

Vor der Sitzung ergab sich die Gelegenheit sich den Ausschussmitgliedern informell vorzustellen und mit einigen ins Gespräch zu kommen. Unter anderen mit dem Vorsitzender des Integrationsrates Herrn Bektas Metin, sowie mit der neuen Leiterin der Gemeinschaftshauptschule Frau Rita Röbel. Auch die engagierte Schulleiterin könnte sich die Kooperation im Zusammenhang mit dem Projekte gut vorstellen. In ihrer Schule liegt der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund momentan bei 45 %.

Direkt zu Beginn der Sitzung folgte die Vorstellung des Projektes „Brücke der Generationen“ durch Herrn Peter Ivankovic anhand einer Power Point Präsentation. Das Projekt wurde gemeinsam mit der Frau Marita Meurer, Integrationsbeauftragte der Stadt Hürth und dem Verein Hürther Brücke der Kulturen entwickelt wurde. Auch die Projektleiterin Frau Skoryukova und die Vorstandsvorsitzende des Hürther Brücke der Kulturen e. V. Frau Letezki hatten die Gelegenheit sich offiziell vorzustellen.

Alle Ausschussmitglieder begrüßten die Initiative der Projektpartner, sich für die Anerkennung der Lebensleistungen und Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabe älterer Migrant/innen einzusetzen. Außerdem dankten sie allen Beteiligten für die Mühe und den großen Arbeitsaufwand bei der Beantragung des 3-jährigen Integrationsprojektes. Zudem lobte Herr Joachim Ton, Ausschussmitglied und Mitglied des Integrationsrates (SPD), die Personalauswahl, die das Elternnetzwerk getroffen hat. Dies komme sehr dem Zweck des Projektes zu Gute.

Auch weitere Ausschussmitglieder sprachen sich positiv zu dem Projekt aus. Die Vorsitzende des Ausschusses Frau Reisewitz (SPD) und der 1. Stellvertretende Vorsitzende Herr Burzinski (CDU) riefen dazu auf, das Projekt zu unterstützen. Bereits eine Woche vor der Sitzung hatte auch der Bürgermeister Herr Breuer seine Unterstützung des Projektes zum Ausdruck gebracht.

Am Ende verabschiedete sich Herr Jens Menzel, Beigeordneter und Sozialdezernent der Stadt Hürth, persönlich von den Projektvertretern. Alles in allem ist die Projektpräsentation im Ausschuss sehr positiv angenommen worden.
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